Sperrung der Landesstraße L1187 zwischen Glemseck und Schattengrund für Motorradfahrer

Liebe Leserinnen und Leser,

die Landesstraße zwischen dem Glemseck und Schattengrund wird für Motorradfahrer nach Ostern gesperrt. Das teilt das Landratsamt Böblingen in einer Pressemitteilung mit. Grund seien die zahlreichen Schäden an der Fahrbahn, durch die besonders Motorradfahrer gefährdet sind. Für die Zweiradfahrer wird eine Umleitung über das nahegelegene Frauenkreuz eingerichtet. Biker können weiterhin bis zum Treff am Glemseck und dem ADAC-Übungsplatz von Leonberg, Sindelfingen und Gerlingen kommend fahren. Ebenfalls ist die Zufahrt zur Gärtnerei Kriesten und der Siedlung ‚Im Mahdental‘ über das Glemseck und Gerlingen zu erreichen.

Auch eine Begrenzung der Geschwindigkeit würde nicht die notwendige Sicherheit bringen. Durch den langen Winter und die häufigen Frost-Tau-Perioden seien die Straßen besonders belastet worden. In dem Bereich komme es auch immer wieder zu Unfällen mit Motorrädern. Zum Schutz der Motorradfahrer müssten die Verkehrsbehörden deshalb ihrer Sicherungspflicht nachkommen und die Strecke für Motorradfahrer sperren. Für Autofahrer bleibt die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometer pro Stunde eingerichtet.

Kategorie Landratsamt aktuell.
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20 Kommentare zu Sperrung der Landesstraße L1187 zwischen Glemseck und Schattengrund für Motorradfahrer

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  • Wilhelm Stark

    1. Alternativ könnte man natürlich auch den Straßenbelag erneuern …

    2. Die Strecke sollte dann auch für LKW gesperrt werden, da diese den Straßenbelag wesentlich stärker beanspruchen als andere Fahrzeuge.

  • Rolf

    Ich fahre nicht selten die Alternativstrecke, die nun obligatorisch wird. Sie zeichnet sich durch deutliche Spurrillen im Fahrbahnbelag bei erlaubten 80/60 km/h aus gegenüber 50 km/h auf der nun gesperrten Strecke mit subjektiv besserem Asphalt.

    Mir erschließt sich der Sinn dieser Entscheidung nicht.

    Warum nicht ein etwas höheres Tempolimit (z.B. 70 km/h) und dafür stationäre oder lokal wechselnde Radarkontrollen (Bild von hinten, extra für uns Moppedfahrer) und dafür offen lassen?

    Grüße

    Rolf

     

    • Dusan Minic Dusan Minic

      Hallo Rolf,

      der Bereich der L1189 von Schattengrund bis Büsnau wurde 2011 saniert. Zwischen Büsnau und Frauenkreuz gibt es auf der L 1189 Verdrückungen und Netzrisse sowie wenige Abplatzungen. Das Schadensbild hält sich aber aus unserer Sicht in Grenzen. Zudem ist es ein gerader Straßenverlauf. Wir gehen daher von keiner erhöhten Gefahr für Motorradfahrer in diesem Bereich aus. Der Bereich von Frauenkreuz bis zum Glemseck (L 1188) weist einen guten Zustand auf.

      Im Gegensatz dazu weist die L 1187, die wir jetzt für Motorradfahrer gesperrt haben, eine regelmäßige, relativ enge Kurvenführung und ein größeres Schadensbild auf. Die Madenthalstraße (L 1187) ist als Motorradfaherstraße bekannt. Durch die regelmäßige, relativ enge Kurvenführung also eine dynamische Streckenführung ist sie bei Motorradfahrern beliebt. Die Schäden sind nicht flächig vorhanden, sondern tauchen punktuell auf und insbesondere in Längsrichtung. Daher besteht gerade auch bei ungeübteren Motorradfahrern eine größere Gefährdung. Dies wurde von allen Beteiligten so gesehen, daher die gemeinsame Entscheidung sie für Motorradfahrer zu sperren.

      Natürlich gibt es schlechtere Straßen. Die Gefahr wurde hier gerade darin gesehen, dass der Zustand und die punktuell gefährlichen Schadstellen eben nicht gut erkennbar sind. Man geneigt ist doch eher schneller zu fahren. Hinzu kommt, dass hier besonders viele Motorradfahrer unterwegs sind, damit das Potential für Unfälle noch mal um einiges höher einzustufen ist. Dafür sprechen auch die Erfahrungen aus den letzten Jahren an dieser Strecke.
      Deshalb ist es auch nicht mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung getan, da aus unserer Sicht die Gefährdung unabhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit besteht.

      Viele Grüße,

      Dusan

  • Kai

    Ich kann die Begründung nicht nachvollziehen.

    Ich suche mir mit dem Motorrad gezielt schlechtere Strecken aus. Zum einen, weil sie idR landschaftlich schöner sind, zum anderen, weil der Straßenzustand die Raser fernhält und den Verkehr niedrig hält.

    Die Mahdentalstraße ist verglichen mit dem, was ich sonst regelmäßig fahre, erstklassig in Schuss und völlig problemlos zu fahren. Bei den bisherigen 60 km/h rollt man dermaßen gemächlich durch die Kurven, dass die Unfallgefahr wohl eher von Unaufmerksamkeit denn von Straßenschäden herrührt.
    Für einen erfahrenen Fahrer stellt die Strecke dagegen selbst bei 100 km/h kein Problem dar.

    Ich kann mich auch nicht ansatzweise erinnern, dass es jemals Unfälle wegen des Straßenzustands gegeben hat. Alle Motorradunfälle der Vergangenheit waren auf Unerfahrenheit verbunden mir zu hoher Geschwindigkeit oder letzteres alleine zurückzuführen.

  • Luggi Lug

    Was soll ich sagen, für mich ergründet sich diese Entscheidung überhaupt nicht, wenn ich an den Strassenzustand zwischen der Ampelanlage am Frauenkreuz und Magstadt denke.

    Und prompt steht am Samstag, 13.04.13  die Rennleitung mit einem Großaufgebot auf dem Parkplatz beim Frauenkreuz, um die Motorradfahrer für einen „Systemcheck“ auf den Parkplatz zu  zittieren. Das hat einen phalen Beigeschmack nach „Treibjagd“!  Mit den Bikern kann man es ja machen…Nur schade, dass alle Biker über einen Kamm gescheert werden!

  • Schade eigentlich. Warum ausgerechnet da? Ich könnte ‚zig andere marode Strassen aufzählen,die wesentlich kritischer wären, ebenfalls in Verbindung mit dynamischen Kurvenverläufen. Aber nun wurde hier eine Entscheidung gefällt. Sehr zum leidtragen (oder zur Sicherheit !?) vieler Motorradfahrer. Viel wichtiger als die endlosen Diskusionen hier: Wann wird der Belag erneuert und wie lange wird das dauern bis die Strecke wieder für uns befahrbar sein wird?

    • Dusan Minic Dusan Minic

      Hallo Alex,

      leider wissen wir noch nicht, wann der Belag erneuert wird – die Kollegen im Regierungspräsidium Stuttgart arbeiten aber daran.

      Viele Grüße,

      Dusan

  • Lothar Stobrawe

    Hallo,

    ich kann die Entscheidung auch in keinster Weise nachvollziehen.

    Ich selbst fahre eine R1150GS und das ist genau die Kategorie Straße die ich so sehr liebe. Ich fahre auch gerne auf Schotter und Feldwegen trotz dem hohen Gewicht und mit geeigneten Reifen auf die ja zumindest in der kalten Jahreszeit soviel Wert gelegt wird!

    Bei meinen Fahrten auf die Krim war ich teilweise auf viel schlechteren Strassen unterwegs, mit Schläglöchern wo meine kleine Tochter schwimmen lernen könnte. Für die Menschen in Rumänien und die Ukraine wäre so ein Strassenzustand mit Sicherheit Autobahngleich.

    Ich persönlich fühle mich durch diese und ähnliche Entscheidungen zu Ungunsten der Motorradfahrer in meiner persönlichen Freiheit so weit eingeschränkt, das ich am überlegen bin z.B die KFZ Steuer auf ein Sperrkonto einzuzahlen. Das ganze natürlich nur aus Protest!

    Viel besser und sinnvoller wäre es den LKW Verkehr auf dieser und anderen Strecken zu überwachen um die Mautpreller von solchen landschaftlich schönen Strecken fernzuhalten. Aber das sieht ja wieder keiner. Weil man ja nur eine lieber eine Hetzjagd auf die Heizer mit ihren Motorrädern veranstaltet!

    Und somit wieder Geld in die leeren Kassen gespült wird!

  • Andrea

    …die Cruiser und Tourenfahrer sind mal wieder die „Opfer“ der Raser, wie schon auf manch anderer schönen Motorrad-Strecke.

    Was mich interessieren würde, wie komm ich denn jetzt ins Krummbachtal?? Schieben?

    …und noch ein Gedanke…solange wir Motorradfahrer mit Vernunft und Verstand es nicht schaffen, Kollegen davon zu überzeugen, ihre „Krawall-Tüten“ abzumontieren und auf unübersichtlichen Strecken nicht zu überholen, tragen wir ein Stück auch die Schuld an den Konsequenzen.

    Aber eines ist auch richtig…soo schlecht ist der Belag nicht…ich könnte mehrere dynamisch kurviger Landstraßen benennen, die man ohne Enduro besser nicht befährt!!

  • alex

    Liebes Landratsamt,

    was soll das denn? Eine Straße einfach sperren, nur weil der Belag nicht mehr in Ordnung ist. Wenn das Schule macht, ist demnächst die halbe Republik mit Sperrschildern zugepflastert. Hallo ! Aufwachen! Auf den Mopeds sitzen in den allermeisten Fällen denkdene Menschen, die durchaus in der Lage sind, eien Straße „zu lesen“ und entsprechend zu fahren. Also – Schluss mit dieser  behördlich angeordneten Gängelei !

     

     

  • Dusan Minic Dusan Minic

    Liebe Leserinnen und Leser,

    unser Landrat Roland Bernhard hat das Regierungspräsidium jetzt in einem Brief aufgefordert die Sanierung der Straße schnell anzugehen, damit sie wieder für Motorradfahrer freigegeben werden kann. Aus unserer Sicht muss das Ziel sein, die Strecke spätestens zum Glemseck 101 wieder freizugeben.

    Drückt die Daumen, dass es klappt!

    Viele Grüße,

    Dusan Minic

  • Gerhard

    Schlechte Fahrbahn? – da solltet ihr mal zwischen Mauren und Ehningen und zwischen Rohrau und der Straße nach Herrenberg/Hildrizhauen fahren, da wird’s erst richtig gut. Ganz abgesehen von den viele Straßen, die von LKWs kaputtgefahren wurden. Das sind Fallen für Biker.

  • Achim

    ich fahre jetzt 30 jahre motorrad, sommers wie winters, seit 20 jahren gespann. ich muss  mich von niemendem bevormunden lassen, der glaubt zu wissen, dass mein fahrkönnen nicht für schlechte strassen ausreicht.

    was für feldwege, schnee und eis ausreicht dürfte für ne (wenn auch schlecht) geteerte strasse genügen.

  • Jens Weber

    Ich finde es nach wie vor verwunderlich das eine solche Sperrung wieder einmal sang und klanglos hingenommen wird – ich denke sowas gibt es nur in Deutschland, wie diese Art der Entmündigung, in der ich entscheiden kann, welche Wege ich beschreite. Ich bin heute zum ersten mal die Ausweichstrecke gefahren und finde es lächerlich, da ich mich meinem Vorredner anschliesse, da ich diese Strecke gerade mit Ihren mittigen spurrillen wirklich gefährlich finde gerade bei einsetzendem Regen. Mal ganz zu schweigen von dem bürokratischen Glanzakt den sich die werten Herren wieder ausgedacht haben getreu dem Motto, „Geld haben wir keins, wir sperren erstmal und tun so als würden wir uns mit einem Briefchen an das Land, extremst ins Zeug legen, obwohl wir das Resultat alle kennen, dass dort in Zeiten der knappen Kasse, sicherlich niemand diese Strecke interessiert da erst einmal andere Strassen oder gar andere geplante Glanzstücke die A8 die auch schon wieder au 100 kmh zwischen rutesheim und leonberg aufgrun von Strassenschäden reguliert wurde. Ich finde es eigentlich eine Frechheit wie dreist man hier belogen wird, denn ich frage mich ebenfalls Motorradfahrer müßen draussen bleiben aber LkW’s dürfen weiter rollen und nch mehr beschädigen. Für mich klingt das nach einer angelegten Aktion um ein „Übel“ aus der Welt zu schaffen, dass irgendjemand wieder in den politischen Umfeldern da aufgestossen ist und für die Zukunft hat man ja immer noch das Land das keine Gelder zur Sanierung bereitstellt ubd wie so alles sitzen wir es aus, denn in 5 Jahren setzt eine gewisse Gewohnheit ein. Sorry aber schämen Sie sich für eine derartige Vorführung unter dem Deckmantel der Entmündigung!

  • Lothar Stobrawe

    Ja diese bürokratischen Glanzakte, Stuttgart verdankt deren viele seinem grünen OB Kuhn und den Konsorten aus der Landesregierung.

    Nur mal so ein Beispiel, fahre ich gestern von Fellbach kommend das erste mal seid langem wieder nach Stuttgart, so wird die  nahezu komplette Strecke  etwa ab der Theodor Heuss Kaserne bis runter zur Aral Tankstelle einspurig. Nein man schafft keine Parkplätze für die geplagten Anwohner, neeiin mein Gott ich glaubte meinen Augen nicht, man baut einen Autobahn ähnlichen Fahrradweg.

    Oder las ich vor kurzem in der Tageszeitung, das es nicht nötig ist Tiefgaragenplätze bei neuen Mehrfamilienhäuser vorzusehen bzw. zu bauen. Desweiteren  soll die Anzahl der eh nicht vorhandenen Parkplätze in Stuttgart weiter reduziert werden. Man in was für einer Welt leben die eigentlich? Ich kann mich jedenfalls nur noch wundern!

    Wobei ich hatte  wegen der Streckensperrung den Anwalt Andreas Bludau http://www.kanzlei-bludau.de/wp/ angeschrieben aber leider bis zum Heutigen Tag keine Antwort erhalten, vielleicht ist Streckensperrung nicht unbedingt sein Fachgebiet aber wenn man schon wirbt mit „LAW ON 2 WHEELS“ so darf man doch wenigstens eine Antwort in irgendeiner Form erwarten.

    Bin dann mal gespannt wie sich das ganze weiterentwickelt!

    Euch allen immer eine Handvoll Asphalt unter den Rädern!

  • Uwe Flammer

    Leider kann ich auf den Webseiten des Landratsamtes Böblingen bis jetzt keine Pressemitteilung mit einem Termin für die Sanierung der Mahdentalstraße finden. Wie sieht es diesbezüglich aus?

  • Hallo und guten Tag,

    Ich bearbeite beim Bundesverband der Motorradfahrer den Part Streckensperrungen. Wir haben uns, gemeinsam mit dem „Aktionsbündnis Mahdenthal“ dem wir auch angehören gekümmert.

    Es ist schon seltsam, mir liegen mehrere Schreiben der verschiedensten Stellen vor (bis zur Landesregierung BW). In einem Schreiben wird offiziell der 2. September als Baubeginn für die Fahrbahnerneuerung genannt.

    Das ein Herr Minic davon nichts weiß, sorry, das hört sich nach „Ich bin nicht zuständig an!“

    Besucht unsere Website http://www.bvdm.de oder ein Besuch bei https://www.facebook.com/groups/150955294949493/

     

    Die Rechte zum Gruß und allzeit unfallfreie Fahrt

    Michael

  • Ulf

    14.09.2013 – Strecke wegen Bahnbelagsarbeiten ab ADAC Gelände bis zum Kreisverkehr Magstadterstrasse.

    Vielleicht bald Fahren wieder für Bikes ?

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