Schuldnerberatung zeigt Fallstricke bei Smartphones, Apps, Downloads & Co auf

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Liebe Leserinnen und Leser,

sowohl für die eigenen Finanzen wie auch für die privaten Daten gilt: Es ist immer besser, sie gut im Griff zu haben. Wie das gelingen kann, wie man mit seinem Einkommen auskommen kann, welche Risiken in der digitalen Welt drohen und wie man diese minimieren kann – all das waren Themen beim ersten Präventionstag der Schuldnerberatung im Landkreis Böblingen. Mehr als 50 Schüler der Klassen BFW 1/1 und BFW 1/2 des Kaufmännischen Schulzentrums Böblingen waren der Einladung gefolgt, kamen ins Landratsamt in der Böblinger Parkstraße und beschäftigten sich einen ganzen Tag lang mit den Themenfeldern „Medien-Finanzen-Werte“. 

Welche Spuren hinterlassen wir im Netz?

Welche persönlichen Daten geben wir preis? Ganz bewusst, in den meisten Fällen aber auch gänzlich ungewollt. Und wer kann diese Daten für welche Zwecke nutzen? Das waren Fragen, auf die der Workshop „Medienkompetenz“ Antworten gab. „Zu Beginn waren die meisten Schüler noch der Meinungen, dass sie sich bei der Nutzung ihres Smartphones und dem Internet gut auskennen“, fassen Viola Peterlik und Manuala Lott, Präventionsbeauftragte der Schuldnerberatung im Kreis, die ersten Reaktionen der Teilnehmer zusammen. „Doch am Ende des Workshops konnte man aus fast allen Gesichtern die Überraschung ablesen.“ Medienreferent Ulrich Sailer zeigte den Jugendlichen durch eine Live-Schaltung, wie schnell man im Internet vom sicheren Weg abkommen kann und mit welchen Hilfestellungen sie das künftig vermeiden können.

Clever auf eigenen Füßen stehen

Dem zweiten Themenkomplex „Finanzen“ näherten sich die Jugendlichen auf spielerische Art und Weise. Beim „Geldtypentest“ wurde anhand verschiedener Fragen eruiert, ob man eher zu den „Sparkommissaren“ oder aber zu den Genießern und Leichtfüßigen gehört. Darüber hinaus hatten die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter des Präventionsteams der Schuldnerberatung das Haushaltsspiel „Clever auf eigenen Füßen!“ vorbereitet. Aufgabe der Schüler war es dabei, einen Haushaltsplan für einen Monat aufzustellen. Das Einkommen und die Ausgaben für Essen und Trinken, Kosmetik, Kleidung, Telefon und Internet und für die Freizeitgestaltung sollten sich dabei die Waage halten. Zusätzliche Herausforderung: Die Kosten für Miete, Auto und Versicherungen waren als feste Größe vorgegeben. „Einige hatten ihr Budget überzogen, andere hatten sogar noch etwas Geld übrig“, gibt Manuela Lott die Erfahrungen aus den ganz besonderen Spielrunden wieder. „Es waren sich aber alle einig, dass es gar nicht so einfach ist, mit dem Einkommen den ganzen Monat auszukommen und für Sonderausgaben, wie den nächsten Urlaub oder die anstehende Autoreparatur, noch Rücklagen anzusparen.“

Für den dritten und letzten Workshop des Tages wechselte man vom Landratsamt ins nahe gelegene Filmzentrum „Bären“. Jörg Litzenburger, Präventionsbeauftragter des Landkreises Böblingen zeigte dort den Kinofilm „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“, der auf dem Jugendbuch „Superhero“ des Autors Anthony McCarten basiert und die Geschichte eines schwerkranken Teenagers erzählt. Dieser schafft sich durch Zeichnungen eine ganz eigene Welt. Eine Welt, in der er als „Superheld“ gegen seine Feinde und für seine Werte kämpft. Moderiert von Jörg Litzenburger, entspann sich zum Abschluss des ersten Präventionstages der Schuldnerberatung eine intensive Diskussion unter den Jugendlichen zum Thema Werte.

Präventionsarbeit in der Schule

Im Rahmen ihrer Präventionsarbeit bietet die Schuldnerberatung Unterrichtseinheiten und Projekttage für verschiedene Klassenstufen in allen Schularten an. Das Angebot ist abrufbar unter: www.frag-nach.landkreis-boeblingen.de. Für weitere Informationen und Terminanfragen stehen die Präventionsbeauftragten der Schuldnerberatung, Viola Peterlik und Manuela Lott, unter der Telefonnummer 07031/663-1233 oder per E-Mail v.peterlik@lrabb.de und m.lott@lrabb.de zur Verfügung.

Kategorie Landratsamt aktuell.
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